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Amnesty International: "Warum töten wir Menschen, die Menschen töten, um den Menschen zu zeigen, dass Töten falsch ist?" (Why do we kill people to show people who kill people that killing people is wrong?)
Martin Luther King: "Unsere Generation wird nicht so sehr die Untaten böser Menschen zu beklagen haben als vielmehr das erschreckende Schweigen der guten."
Mahatma Gandhi: "Aug um Aug und die ganze Welt wird blind sein." (An eye for an eye will make the whole world go blind.)
Albert Camus: "Um das rechte Verhältnis herzustellen, müsste die Todesstrafe gegen einen Verbrecher verhängt werden, der sein Opfer zunächst warnt, dass er es an einem bestimmten Tag auf schreckliche Weise ermorden wird, und es von diesem Moment an monatelang in seiner Gewalt gefangen hält. Ein solches Ungeheuer wird man im privaten Bereich nicht finden."
Kofi Annan: "Wie kann ein Staat, der die gesamte Gesellschaft repräsentiert und die Aufgabe hat, die Gesellschaft zu schützen, sich selbst auf die gleiche Stufe stellen wie ein Mörder?"
George Bernhard Shaw: "Mord und Todesstrafe sind nicht Gegensätze, die einander aufheben, sondern Ebenbilder, die ihre Art fortpflanzen."
Leo Tolstoi: "Um einen Staat zu beurteilen, muss man seine Gefängnisse von innen ansehen."
Ein zum Tode Verurteilter: "Hier ist eine Administration, die versucht, die Sache so sauber wie möglich durchzuführen. Aber für mich ist es gleichgültig, wie sie es machen. Denn schließlich ist es doch so, dass man hingerichtet wird. Man kann keinen sauberen Mord begehen. Es ist unmöglich."
Ein zum Tode Verurteilter: "Wie viel kaltblütiger kann ein Mord denn noch sein? Ihr plant das Jahre im voraus."
John Spenkelink (hingerichtet am 25.5.1979): "Capital punishment - Them without the capital get the punishment" [capital punishment = Todesstrafe; capital = Kapital]
Richter Blackmum (vom Obersten Gerichtshof der USA, 1994): "Ich fühle mich moralisch und mit meinem intellektuellen Bewusstsein verpflichtet, das Todesstrafenexperiment als gescheitert zu bezeichnen."
Enrico Nuevo (hingerichtet am 10.11.87): "Geh nicht sanft in diese gut Nacht! Fluche, fluche, fluche gegen das nahende Dunkel!"
Johnny Frank Garrett (hingerichtet am 11.02.86): "I'd like to thank my family for loving me and taking care of me. And the rest of the world can kiss my ass."
It is fairly obvious that those who are in favour of the death penalty have more affinity with assassins than those who are not.(Remy de Gourmant)
The one who pursues revenge should dig two graves.(Chinese proverb)
May the bad not kill the good, Nor the good kill the bad, I am a poet, without any bias, I say without doubt or hesitation, There are no good assassins. (Pablo Neruda)
Ich glaube an die Gewaltlosigkeit als einziges Heilmittel. (Mahatma Gandhi)
Humanität besteht darin, daß niemals ein Mensch einem Zweck geopfert wird. (Albert Schweitzer)
And so to the end of history, murder shall breed murder, always in the name of right and honour, and peace, until the Gods are tired of blood and create a race that can understand. (George Bernard Shaw)
If I am brutal and you use brutal methods to overcome me then you become brutal like me. (J. Krishnamurty)
Wherever capital punishment is in place, crucial bounds to the conscience of a people are missing. Bounds against the criminal perversion to simply step over human life. (Prof. Dr. Ferdinand Kadecka (Austrian lecturer of criminal law & judicial politian)
My brother was a man of love and sentiment and compassion. He would not have wanted his death to be cause for the taking of another life. (Senator Edward Kennedy on the assassination of his brother Robert by Sirhan Sirhan)
... As one whose husband and mother-in-law have died the victims of murder assassination, I stand yet firmly and unequivocally opposed to the death penalty for those convicted of capital offences. An evil deed is not redeemed by an evil deed of retaliation. Justice is never advanced in the taking of Human Life. Morality is never upheld by legalized murder ... (Coretta Scott King)
„Das Recht steht über Stimmungen, Volksmeinungen, Umfragen, Statistiken, es steht über Schlag-zeilendemagogie und tagespolitischer Spekulation. Das 'gesunde' Volksempfinden hat sich in der Geschichte meistens als krank erwiesen." (Heinrich Böll)
„Ein Staat, der Menschen dazu ermächtigt, andere Menschen kalten Blutes zu töten, untergräbt das Gebot der unbedingten Achtung vor dem menschlichen Leben. Die Todesstrafe erschüttert insofern die Geltungskraft des Tötungsverbots, die sie doch gerade schützen soll" (Prof. Günter Stratenwerth)
„Die qualvolle, erniedrigende Angst, die dem Verurteilten monate- oder jahrelang auferlegt wird, ist eine schlimmere Strafe als der Tod und wurde dem Opfer nicht auferlegt." (Albert Camus)
„In den USA fand eine Untersuchung statt. Dabei hat man bei 80% aller obduzierten Hingerichteten derartig gravierende Hirnschädigungen festgestellt, die, wären sie vorher dem Gericht bekannt gewesen, ein Todesurteil sicher ausgeschlossen hätten." (Martin Buchhorn)
„Ihr wisst, dass es heißt: 'Auge um Auge, Zahn um Zahn'. Ich aber sage euch: Ihr sollt euch überhaupt nicht gegen das Böse wehren. Wenn dich einer auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch die linke hin." (Mt. 5, 38-39)
„Wer von euch noch nie gesündigt hat, werfe den ersten Stein." (Joh. 8, 7)
„Kernpunkt der Menschenrechte ist folgender Grundsatz: der Mensch, die Achtung vor dem menschlichen Wesen sind der Ursprung und Zweck des gesamten Aufbaus einer demokratischen Gesellschaft. Sogar ein abscheuliches Verbrechen, das von einem Mörder begangen wird, befugt uns nicht, sein Beispiel nachzuahmen und unsererseits den wichtigsten Grundsatz der Menschenrechte zu missachten: die unumschränkte Achtung vor seiner Person, somit vor seinem Leben und in erster Linie vor seiner körperlichen Unversehrtheit. Es muss in diesem Zusammenhang zwangsläufig auch betont werden, dass alle demokratischen Länder hinsichtlich der Folter und der Todesstrafe dieselbe Haltung einnehmen sollten." (R. Badinter, französischer Justizminister, 1985)
„Fehler aber können nirgendwo anders als in diesem Leben abgelegt werden, denn nach diesem Leben wird jedermann zuteil werden, was er sich in ihm erworben hat. Darum treibt uns die Liebe zum Menschengeschlechte, Fürsprache für die Schuldigen einzulegen, damit sie nicht durch die Todesstrafe in solcher Weise endigen, dass sie nach ihm noch eine endlose Strafe erleiden müssen... Aus eben diesem Grunde soll die Todesstrafe nicht angewandt werden, damit ein Verbrecher noch gebessert werden kann." (Augustinus, Brief 89)
„Wer eine Gerechtigkeit fordert, die tötet, wird von zwei Überzeugungen geleitet: der Überzeugung, dass es Menschen gibt, die absolut schuldig sind, d.h. Menschen, die für ihre Tat einzig und allein selbst verantwortlich sind; und von der Überzeugung, dass es eine Justiz gibt, die in ihrer sicheren Unfehlbarkeit sagen kann, dieser Mensch darf leben und jener muss sterben. Beide Behauptungen erscheinen mir gleichermaßen falsch. Gleichgültig, wie schrecklich und abscheulich die Taten auch sein mögen, es gibt keinen Menschen auf dieser Welt, der absolut schuldig wäre, für den wir jede Hoffnung aufgeben müssten. Gleichgültig, wie sorgfältig die Justiz vorgeht, wie vernünftig und sorgfältig die Männer und Frauen sind, die das Urteil sprechen: es sind Menschen, die das Urteil sprechen, und sie sind fehlbar." (R. Badinter, französischer Justizminister 1981)
„Sicherlich ist Mord - die Vernichtung des Lebens eines Mitmenschen - maßloses Unrecht, ist Schuld, deren Schwere sich nicht steigern lässt. Wer gemordet hat, den wird seine Schuld ein Leben lang begleiten. Aber ist die Tötung des Mörders die gebotene Sühne? Wird der Frevel der Vernichtung eines Lebens durch die Vernichtung eines weiteren Lebens gesühnt, die Heiligkeit des Lebens durch eine Verletzung in einem zweiten Fall wiederhergestellt?“ (Hans-Jochen Vogel)
„Ich betrachte die Todesstrafe als grausame und unmenschliche, unmoralische Einrichtung, die die moralischen und rechtlichen Grundlagen einer Gesellschaft unterminiert. Ein Staat, vertreten durch seine Beamten und Funktionäre, die wie alle Menschen verschiedenen Einflüssen, Verbindungen, Vorurteilen und egoistischen Beweggründen für ihr Verhalten unterworfen sind, nimmt sich das Recht zu einer furchtbaren, irreversiblen Handlung - nämlich menschliches Leben auszulöschen. So ein Staat kann keine Verbesserung der moralischen Atmosphäre in seinem Land erwarten. Ich weise zurück, dass die Todesstrafe irgendeinen maßgeblichen Abschreckungseffekt für potentielle Täter besitzt. Ich bin vielmehr überzeugt, dass das Gegenteil der Fall ist - nämlich, dass Gewalt und Grausamkeit nur wieder Gewalt und Grausamkeit bewirken. Ich lehne die Meinung ab, die Todesstrafe sei ein in der Praxis notwendiges oder zielführendes Mittel zur Verteidigung der Gesellschaft." (Andrej Sacharow)
„Die Todesstrafe ist das bezeichnende und ewige Merkmal der Barbarei. Überall, wo die Todesstrafe angewendet wird, herrscht die Barbarei, überall, wo die Todesstrafe selten ist, herrscht die Zivilisation“ (Victor Hugo)
„Wenn man jemanden, der getötet hat, dafür tötet, so ist die Strafe unverhältnismäßig größer als das Verbrechen. Die Tötung auf Grund eines Urteilsspruches ist unverhältnismäßig schrecklicher als die von einem Räuber begangene. Derjenige, den Räuber töten, wird bei Nacht ermordet, im Walde, oder sonst auf irgendeine Weise; in jedem Falle hofft er noch bis zum letzten Augenblick auf Rettung. Aber hier ist einem die ganze letzte Hoffnung, mit der das Sterben zehnmal so leicht ist, mit Sicherheit genommen. Hier ist ein Urteilsspruch, und die ganze schreckliche Qual besteht in dem Bewusstsein, dass man mit Sicherheit dem Tode nicht entgehen kann, und eine schlimmere Qual als diese gibt es auf der Welt nicht. ... Wozu eine solche grässliche unnütze zwecklose Marter? ... Von dieser Qual und von diesem Schrecken hat auch Christus gesprochen. Nein, so darf man mit einem Menschen nicht verfahren!" (F.M. Dostojewski: Der Idiot)
"Einer, der genießerisch seinen Morgenkaffee trinkt und in der Zeitung liest, dass 'der Gerechtigkeit Genüge' getan worden sei, würde seinen Kaffee wieder von sich geben, erführe er auch nur die kleinste Einzelheit." (Albert Camus)
„Die Strafe, die züchtigt, ohne zu verhüten, heißt in der Tat Rache. Sie ist beinahe eine mathematische Antwort der Gesellschaft an den Übertreter ihres Grundgesetzes. Diese Antwort ist so alt wie die Menschheit: sie nennt sich Vergeltung. Wer mir Leid zugefügt hat, soll leiden; wer mir ein Auge ausgestochen hat, soll ein Auge verlieren, wer getötet hat, soll sterben. Es handelt sich dabei um ein Gefühl, und zwar um ein ausnehmend heftiges, nicht um einen Grundsatz. Die Vergeltung gehört in den Bereich der Natur und des Triebes, nicht in den des Gesetzes. Das Gesetz kann seinem Wesen nach nicht den gleichen Regeln gehorchen, wie die Natur. Wenn der Mord in der Natur des Menschen liegt, ist das Gesetz nicht dazu da, diese Natur nachzuahmen. Es ist dazu da, sie zu verbessern. Die Vergeltung aber beschränkt sich darauf, eine bloße Regung der Natur zu bestätigen und ihr Rechtskraft zu verleihen. Wir alle haben diese Regung oft zu unserer Schande empfunden, wir kennen ihre Macht: sie stammt aus den Wäldern der Urzeit." (Albert Camus)